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Stolz und Enttäuschung nach Pokal-Final-Niederlage

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Erhobenen Hauptes konnte der BSC am Samstag um 15.35 Uhr den Platz im Sportpark Höhenberg verlassen. Auch wenn die Enttäuschung über die 2:4 (1:2) Pokal-Final-Niederlage gegen Alemannia Aachen allen Rheinlöwen ins Gesicht geschrieben stand, konnte man dem favorisierten Drittliga-Aufsteiger mehr als 90 Minuten lang die Stirn bieten. Am Ende stand die erste Pflichtspiel-Niederlage in der Ära Sascha Glatzel.

Wie erwartet, nahm der Bonner Cheftrainer lediglich eine Änderung in der Startelf vor. Für Eray Isik spielte Leon Augusto. Empfangen von 7242 Zuschauern mit farbenprächtigen Choreografien beider Fanlager begann das Finale ohne lange Warmlaufzeit. Aachens Freistoß-Spezialist Anton Heinz erhielt schon nach vier Minuten die Chance, seine Künste zu zeigen, verzog jedoch deutlich. Adis Omerbasic (3.) und Tarik Dogan (5.) sahen bereits früh die Gelbe Karte. Der BSC erholte sich schnell und ging durch Serhat Koruk in Führung. Jonas Berg behauptete den Ball nach einem Zuspiel im Strafraum, drehte sich um die eigene Achse und sein Zuspiel verlängerte der Stürmer mit der Hacke ins lange Eck (14.). Nach 29 Minuten gab es Strafstoß, weil Omerbasic seinen Gegenspieler Lukas Scepanik am Abschluss gehindert haben soll. Heinz trat an und traf per Flachschuss ins rechte Eck. Kurz darauf kam der Torschütze erneut zum Abschluss, fand seinen Meister jedoch in BSC-Keeper Martin Michel. Die Kaiserstädter blieben das etwas aktivere Team, wirkten in der Defensive aber nicht immer sattelfest. So hatte Berg die nächste Großchance, scheiterte jedoch nach einem schnellen Gegenstoß an Marcel Johnen. Auf der Gegenseite traf Thilo Töpken nach einer Flanke von Nils Winter von der rechten Seite per Kopfball zum 2:1(43.).
Mit der Führung im Rücken waren die Aachener auch nach dem Wiederanpfiff direkt wieder brandgefährlich. Bei einem Pfosten-Kopfball von Heinz fehlten nur Zentimeter zum 3:1. Glatzel reagierte nun, brachte Leander Goralski für Dogan (51.). Bonn war nun wieder voll im Spiel. Und das zahlte sich aus: Markus Wipperfürth spielte Michael Okoroafor an, der sich auf Höhe des Elfmeterpunkts behaupte und zum 2:2 traf (58.). Es dauerte sieben Minuten, bis der eingewechselte Dustin Wilms das Spektakel auf der anderen Seite fortsetzte. Heinz überließ ihm uneigennützig per Ablage den Ball und Wilms schoss den Ball humorlos unter die Latte des Bonner Tores (65.). Nun waren die seit dem Amtsantritt von Sascha Glatzel in 24 Pflichtspielen ungeschlagenen Bonner erneut gefordert. In der 84. Minute machte eine krasse Fehlentscheidung von Schiedsrichter Ivan Mrkalj die Niederlage perfekt. Maximilian Pommer, der seinen Gegenspieler nicht berührte, musste mit Gelb-Rot vom Platz. Der eingewechselte Rudi Gonzalez setzte den letzten Abschluss, scheiterte aber an Johnen im Alemannia-Tor (89.). Dann machte Sasa Strujic mit einem Treffer aus kurzer Distanz in der Nachspielzeit den Deckel auf diese Partie (90.+2).

Glatzel schwankte hinterher zwischen Enttäuschung und Stolz: „Es war ein intensives Spiel, das durch Kleinigkeiten entschieden wurde. Es ist einerseits bitter, weil wir nahe dran waren, andererseits bin ich extrem stolz auf die Spieler und ihre Leistung. Der große Unterschied war die Effektivität. Wir haben es geschafft einem Regionalliga-Meister auf Augenhöhe zu begegnen“, meinte der BSC-Cheftrainer. „Bonn hat uns durch aggressives Pressing zwischenzeitlich vor Probleme gestellt. Aber wieder einmal haben wir mit Mentalität das Spiel gedreht. Erst die Meisterschaft zu gewinnen und jetzt den Pokal in die Höhe zu stemmen, das ist etwas, das passiert dir im Leben nicht so oft, vielleicht nie wieder“, sagte Aachens Trainer Heiner Backhaus.

BSC: Michel – Omerbasic, Dogan (51. Goralski), Keita, Wipperfürth – Pommer, Augusto (79. Braun), Berg, Strobl – Okoroafor (77. Gonzalez), Koruk