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General-Anzeiger, 29.08.21

Bonner SC verliert 1:3 gegen SC Wiedenbrück

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Der Bonner SC hat am Samstag vor knapp 390 heimischen Fans mit 1:3 gegen den SC Wiedenbrück verloren und rutscht damit auf den 16. Tabellenplatz ab.

Angesichts des 1:0-Halbzeistands gegen den SV Straelen am vergangenen Dienstag durften die Fans des Fußball-Regionalligisten Bonner SC auf bessere Zeiten hoffen. Auch der 1:3-Endstand nach einer rund 25-minütigen Schwächephase zu Beginn der zweiten Hälfte nahmen die Anhänger noch halbwegs gelassen zur Kenntnis. Die 1:3 (0:1)-Niederlage beim SC Wiedenbrück, die die Elf von Cheftrainer Björn Joppe auf Tabellenplatz 16 abrutschen lässt, gibt allerdings zu denken.

In einer über weite Strecken zerfahrenen Partie gab das robustere und aggressivere Spiel der Hausherrn am Ende den Ausschlag. Dagegen fanden die Gäste zu keiner Phase der Partie den roten Faden, verloren zu viele Zweikämpfe, liefen folglich zu oft hinterher und blieben im Angriff mit einer Ausnahme harmlos. So blieb der Ausgleichstreffer von Kris Fillinger aus der 55. Minute nach der frühen Führung durch Said Harouz in der 4. Minute nur eine Momentaufnahme.

Der für den 1:0-Torschützen früh eingewechselte Niklas Szeleschus gelang in der 69. Minute das 2:1. Zwei Minuten zuvor war Enzo Wirtz mit Gelb-Rot vom Platz geflogen und fehlt dem BSC am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den Wuppertaler SV. Dann dürfte auch Rudolf González nicht dabei sein. Der Außenverteidiger musste mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch und einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus.

„Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte verloren“, sagte Joppe. „Da waren meine Jungs wohl noch im Bus. Nach dem Wechsel lief es besser – bis zum Platzverweis und dem 1:2. Wobei ich Enzo Wirtz keinen Vorwurf mache. Danach haben wir den Gegner wieder nur begleitet. Insgesamt haben wir das Spiel verdient verloren.“

Nach der 1:3-Niederlage gegen Straelen hatte der BSC-Trainer die Startelf lediglich auf einer Position verändert. Für den erkrankten Nils Teixeira rückte Neuzugang Massaman Keita in die Anfangsformation. Keita reihte sich neben Leander Goralski in die Bonner Innenverteidigung ein. Dafür spielte Kapitän Kris Fillinger auf der Sechserposition. Von Beginn an im Spiel sein und die Fehlerquote minimieren lautete die leicht nachvollziehbare Marschroute der Gäste.

Nach vier Minuten konnten die guten Vorsätze und darauf beruhende taktische Planspiele getrost zu den Akten gelegt werden. Nachdem Fabian Brosowski für die Gastgeber in der 3. Minute noch links vorbeigezielt hatte, nahm Said Harouz eine Minute später genauer Maß und erzielte per Dropkick ins lange Eck unbehelligt von Bonner Akteuren aus rund 18 Metern das 1:0 für Wiedenbrück.

In der 27. Minute musste der Torschütze nach einem Foul von Leander Goralski verletzt raus. Dem Spiel der Gastgeber tat das keinen Abbruch. Wiedenbrück lief früh an und wirkte hellwach, während der BSC von Beginn an einen desorientierten und unkonzentrierten Eindruck machte. Erst in der 32. Minute verzeichneten die Gäste den ersten Abschluss, den Dario Ehret allerdings weit über das Wiedenbrücker Gehäuse feuerte. SC-Schlussmann Marcel Hölscher blieb weiterhin unbehelligt.

Zu viel Offensivflaute für Joppe, der in der 35. Minute Luis Monteiro und Jonas Berg durch Daniel Somuah und Masaaki Takahara ersetzte. Aber auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte diktierte Wiedenbrück das Geschehen, zumal sich die Gäste ihre Angriffe durch Fehlpässe im Aufbauspiel immer wieder selbst zerstörten.

In der 39. Minute führte ein solcher Lapsus um ein Haar zum 0:2, aber Benedikt Zaun scheiterte zum Glück für den BSC mit einem Flachschuss aus 16 Metern am Pfosten. Dem BSC-Anhang in Wiedenbrück blieb damit nur die Hoffnung auf bessere zweite 45 Minuten. Und tatsächlich gelang den Gästen in der 55. Minute der bis dahin schmeichelhafte Ausgleich. Torschütze Kris Fillinger musste die flache Hereingabe von Daniel Somuah von der linken Seite, die Serhat-Semih Güler per Hacke weitergeleitet hatte, nur noch zum 1:1 über die Linie drücken. In den Griff bekam der BSC die Partie trotzdem nicht.

Zumal die Gäste ab der 67. Minute mit zehn Spielern auskommen mussten. Enzo Wirtz, Doppeltorschütze gegen Uerdingen, hatte nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte gesehen. Nur zwei Minuten später erzielte Niklas Szeleschus, der in Halbzeit eins für Torschütze Harouz gekommen war, nach einem Freistoß per Kopf das 2:1 für Wiedenbrück. „Das Tor war symptomatisch für das Spiel, weil wir den Torschützen nicht gestört haben“, sagte Joppe. In der Nachspielzeit, als die Gäste nochmals alles nach vorne warfen, erzielte Manfredas Ruzgis noch das 3:1 für Wiedenbrück.

SC Wiedenbrück: Hölscher, Pudel, Böhmer, Kaptan, Zahn (61. Lohmar), Tia, Özer, Harouz (27. Szeleschus), Demming (61. Ruzgis), Liehr, Brosowski (84. Touray).

Bonner SC:
Birk, Keita, Goralski, Fillinger, González (46. Afamefuna), Ehret, Holtkamp (66. Fiedler), Wirtz, Monteiro (35. Somuah), Güler, Berg (34. Takahara).

Tore: 1:0 Harouz (4.), 1:1 Fillinger (55.), 2:1 Szeleschus (69.), 3:1 Ruzgis (90.+2). Schiedsrichter: Lars Aarts (Goch). Zuschauer: 386.