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07.10.18 Fortuna Köln – BSC U19 4:0 (2:0)

Eigentlich ein Spiel auf Augenhöhe!

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Eigentlich! Denn über weite Passagen war diese Partie ein Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften. Ein Standard und ein Drehschuss – entscheiden das Spiel. Nach achtbarem Kampf war nach dem 0:2 die Partie gelaufen, der Rest leider nur noch ausgekonterte Ergebnisverschlechterung.

Die nach dem letzten Spiel auf einigen Positionen leicht veränderte Bonner Mannschaft – vor allem die Ausfälle von David Winke (Kapselriss im Sprunggelenk) und Nic Avellino (Operation am Meniskus) mussten kompensiert werden – begann die Partie sehr beherzt und hatte gleich in der 2. Minute mit einem präzisen Flachschuss aus 18 Metern von Rafael Malinda die erste dicke Torchance, aber der Kölner Keeper machte sich lang und länger und fischte das Leder gerade noch im letzten Augenblick mit den Fingerspitzen aus dem rechten Eck! Schade! Ein frühes Tor hätte den jungen Löwen wie letzten Sonntag sicher gut getan. Auch ein Freistoß von der linken Torauslinie rauschte an Freund und Gegner, aber auch am rechten Torpfosten vorbei. Und wenig später bekamen die Kölner nach der ersten Bonner Ecke den Ball nicht aus dem Sechzehner, aber immer wieder wurden die Bonner Schüsse im letzten Augenblick durch irgendwelche überflüssigen Körperteile der Kölner Abwehr – als da sind: Füße, Beine, Köpfe oder Rücken – im letzten Augenblick abgeblockt. Wer hat behauptet, dass Fortuna eine Bonna ist?!

In der Folgezeit entwickelte sich ein flottes Spiel, mit schnellem Hin und Her, wobei die Spielverlagerung von Nico Burbach auf den linken Flügel zu Rafael Malinda immer wieder Lücken in der Kölner Abwehr riss. Aber die erste richtige und eigentlich hundertprozentige Torchance hatten dann die Fortunen, als nach einem weiten Abschlag der Ball über die Bonner Abwehr springt und ein Kölner Stürmer gegenspielerseelenallein aufs Tor zu rennt, schaut, überlegt, schießt … aber der herausgelaufene Niklas Ständer lenkt mit einem Wahnsinnsreflex den Ball zur Ecke. Puuh! Durchatmen! Das hätte das 0:1 sein können, nein, müssen!

Diese Chance gab den Kölnern folgerichtig Oberwasser, sie drängten die Bonner nun immer mehr mit langen Bällen in deren eigene Hälfte, man hatte zu tun. Und dann war es ein Standard, der die Bonner ins Hintertreffen brachte: Einen Freistoß vom rechten Strafraumeck landete in den linken Winkel des Bonner Kastens! 0:1 Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Nichts war verloren! Aber auch noch nichts gewonnen!

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten jedoch wieder die Kölner die erste Gelegenheit: Nach einem gefährlichen Freistoß von halbrechts muss Ständer zweimal zugreifen, um vor einem einschussbereiten Kölner den Ball noch unter sich zu begraben! Glück gehabt! Aber die Bonner hatten sich etwas vorgenommen. Das merkte man auch an der Körpersprache! Jetzt kamen die Angriffe auch mehr über rechts, und nach einem sauber herausgespielten Angriff hatte der weit aufgerückte Jonas Kreutzberg den Ball frei auf dem rechten Fuß, aber sein Schuss aufs kurze Ecke wurde gerade noch mit den Fäusten zur Ecke abgewehrt. Fortuna Colonia! Der Ausgleichstreffer lag in der Luft!

Aber wenig später zeigte die Göttin Fortuna sich gnädig für die Bonner Gäste, als ein Freistoß der Kölner wunderbar über die Mauer gezirkelt unhaltbar am linken Bonner Pfosten landete und der Abpraller dann souverän aus der Gefahrenzone transportiert werden konnte. Auf der Gegenseite bekommen die Bonner dann exakt an der Stelle, von wo das 0:1 fiel, einen Freistoß zugesprochen. Sollte sich das Schicksal wiederholen? Hatte Fortuna vielleicht auch hier ein Einsehen und die Seiten gewechselt? Mitnichten! Denn der Schuss ist viel zu hoch angesetzt, geht weit übers Tor!

Wenig später fällt dann nach einer unglücklichen Abwehraktion das Leder einem Kölner Stürmer am Sechzehner in halblinker Position vor die Füße, der fackelt nicht lange und drischt den Ball mit dem Rücken zum Tor volley aus der Drehung in den Winkel, Innenpfosten, Tor. 0:2. Wieder unhaltbar!

Damit war das Spiel gelaufen. Die Bonner werfen nun noch einmal alles nach vorne! Wollen ihr Glück erzwingen, aber dann kam es, wie es bei einem solchen Spielstand kommen musste: Man macht Druck, bekommt zwei Konter – und dann noch zwei Tore geschenkt! Geschenkt! Und dieses Ergebnis gibt noch nicht einmal im Ansatz den Spielverlauf wieder. Aber wenn man ein Spiel gewinnen will, muss man auch ein Tor erzielen. Mindestens! Und das kann man ja wieder im nächsten Spiel machen. Denn das nächste Spiel ist immer nicht nur das schwierigste, sondern auch … die beste Gelegenheit, um wieder Punkte zu sammeln! Und zwar am Samstag, 27. Oktober zu Hause gegen Bergisch Gladbach. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung werden die Punkte in Bonn bleiben!