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1. Mannschaft
Freitag, 26.06.2026 13:34 Uhr

Hintergrund zu den Anpassungen im Ticketing

Mit der Rückkehr der Gegengeraden und der Anpassung unseres Ticketmodells, waren verschiedene organisatorische und bauliche Fragen zu klären. Im Vorfeld haben wir daher unterschiedliche Möglichkeiten geprüft. Unter anderem stand zur Diskussion, einzelne Blöcke der Haupttribüne – beispielsweise die Blöcke A und B – in reine Stehplatzbereiche umzuwandeln.

Diese Variante lässt sich im Sportpark Nord jedoch nicht umsetzen. Zum einen sprechen die Statik der Tribüne mit dem Hohlraum unterhalb der Konstruktion sowie die vorhandenen Stufenabstände gegen eine Nutzung als reinen Stehplatzbereich. Zum anderen wäre selbst bei einer grundsätzlichen Genehmigungsfähigkeit die Zuwegung zu den Stehplatzbereichen problematisch gewesen. Hierfür wären voraussichtlich bauliche Veränderungen erforderlich gewesen, die aufgrund des architektonischen Schutzes des Stadions nicht ohne Zustimmung der Familie des Architekten hätten umgesetzt werden können.

Unabhängig davon hätte auch eine Trennung von Sitz- und Stehplätzen auf der Haupttribüne einen erheblichen organisatorischen Mehraufwand bedeutet. Damit die unterschiedlichen Bereiche zuverlässig eingehalten werden, müssten die Zugänge dauerhaft kontrolliert werden. Dadurch wäre der Personalaufwand an jedem Spieltag erheblich höher anzusetzen, als bei einem Einheitspreis. 



Gleichzeitig hat uns in den vergangenen Jahren immer wieder der Wunsch erreicht, die Gegengerade wieder zu öffnen. Der Betrieb der Gegengerade ist mit erheblich geringerem Aufwand verbunden. Vor diesem Hintergrund mussten wir abwägen, welche Lösung sowohl wirtschaftlich als auch im Sinne unserer Fans sinnvoller ist.

Da auf der Haupttribüne Sitz- und Stehplätze baulich und organisatorisch nicht sinnvoll voneinander getrennt werden können, war ein einheitlicher Preis für alle Plätze dort unumgänglich. Ein einheitlicher Stehplatzpreis wäre der Sitzplatzkategorie nicht gerecht geworden. Ein einheitlicher Sitzplatzpreis wiederum hätte bedeutet, dass es im Sportpark Nord keine günstige Stehplatzoption mehr gegeben hätte.

Deshalb haben wir uns bewusst dafür entschieden, die Gegengerade wieder zu öffnen. So können wir unseren Fans auch künftig eine preiswerte Stehplatzoption anbieten. Gleichzeitig ist der zusätzliche organisatorische Aufwand deutlich geringer, als bei einer Trennung der Haupttribüne in Sitz- und Stehplatzbereiche.



Auch die Einordnung der neuen Preise ist wichtig. Auf den ersten Blick wirkt insbesondere die Preisanpassung auf der Haupttribüne deutlich. Dabei darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass wir unsere Eintrittspreise nach dem Aufstieg bewusst auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau gehalten haben. In der vergangenen Saison kostete der Eintritt auf die Haupttribüne – unabhängig davon, ob ein Sitz- oder Stehplatz genutzt wurde – 12 Euro. Mit dem Early-Bird-Ticket konnten Vollzahler Regionalliga-Fußball sogar bereits für 9 Euro erleben. Studierende konnten in den vergangenen zweieinhalb Spielzeiten sämtliche Heimspiele für insgesamt nur 85 Euro besuchen – in der vergangenen Saison für 17-mal 5 Euro und in der Saison zuvor sogar kostenfrei.

Mit der Wiedereröffnung der Gegengeraden gibt es nun wieder eine eigenständige Stehplatzkategorie für 10 Euro. Die Haupttribüne bildet künftig die Sitzplatzkategorie mit einem Tageskartenpreis von 18 Euro. Die Dauerkarte für die Gegengerade kostet weiterhin 125 Euro. Die Dauerkarte für die Haupttribüne kostet 235 Euro und entspricht umgerechnet auf 17 Heimspiele rund 13,82 Euro pro Spiel – und liegt damit weiterhin deutlich unter dem regulären Tageskartenpreis.

Unabhängig von der neuen Preisstruktur werden wir auch in der kommenden Saison zu ausgewählten Heimspielen wieder Ticketaktionen anbieten.

Die Anpassung ist daher vor allem der Schritt von einem bewusst sehr günstigen Preisniveau hin zu einem marktüblichen Niveau innerhalb der Regionalliga – nicht zu einem überdurchschnittlich hohen Preisniveau. Das zeigt auch der Blick auf die Liga: Betrachtet man die Vereine ohne Zweitvertretungen, sind die Sitzplatz-Dauerkarten für Vollzahler aktuell lediglich beim SC Wiedenbrück und beim VfB 03 Hilden günstiger. Beim Aufsteiger SG Wattenscheid 09 kostet die Sitzplatz-Dauerkarte 270 Euro (15,88 Euro pro Spiel), beim Rot-Weiß Oberhausen sogar 375 Euro (22,10 Euro pro Spiel).

Gleichzeitig entwickeln wir auch unser Ticketing weiter. Zur neuen Saison schicken wir unsere Lochzangen in den Ruhestand. Künftig erfolgt der Einlass für Dauerkarten ausschließlich über einen Scan-Code – so, wie ihn viele Fans bereits von der digitalen Dauerkarte kennen. Das ermöglicht einen schnelleren Einlass und sorgt dafür, dass die Dauerkarte nicht mehr durch das Entwerten beschädigt wird.

Die Hartplastik-Dauerkarte im Scheckkartenformat bleibt selbstverständlich weiterhin erhältlich. Im vergangenen Jahr entschieden sich 58 % aller Dauerkartenkäufer für die physische Variante, 42 % nutzten bereits die digitale Dauerkarte. Neu ist in dieser Saison, dass auch die physische Dauerkarte auf Wunsch zusätzlich digital in der BSC-App hinterlegt und verwaltet werden kann. Damit können Fans künftig beide Varianten flexibel nutzen.

Wir wissen, dass Preisänderungen immer diskutiert werden. Deshalb war es uns wichtig, die Hintergründe unserer Entscheidung transparent darzulegen. Wir freuen uns darauf, euch in der neuen Saison wieder auf der Haupttribüne und auf der Gegengerade begrüßen zu dürfen.



Ticketpreise Regionalliga West 26/27*

Verein Dauerkarte Sitzplatz Vollzahler Tageskarte Sitzplatz Vollzahler Tageskarte Stehplatz Vollzahler
RW Oberhausen 375 EUR 25 EUR** 12 EUR**
1.FC Bocholt 308 EUR 22 EUR** 11 EUR**
Sportfreunde Siegen 289 EUR 20 EUR** 12 EUR**
FC Gütersloh 270 EUR 22 EUR 12 EUR
SG Wattenscheid 09*** 270 EUR - -
Sportfreunde Lotte 238 EUR 17 EUR 10 EUR
Bonner SC 235 EUR 18 EUR** 10 EUR**
SC Wiedenbrück 210 EUR (letzte Saison) 15 EUR** (letzte Saison) 10 EUR** (letzte Saison)
VfB Hilden*** 203 EUR - -
SV Rödinghausen 199 EUR (letzte Saison) 15 EUR (letzte Saison) Einheitspreis - 15 EUR (letzte Saison)
SV Bergisch Gladbach**** - - -
Westfalia Rhynern**** - - -

*Bei diesem Vergleich haben wir die Zweitvertretungen der Proficlubs bewusst nicht berücksichtigt. Diese Mannschaften arbeiten unter anderen strukturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und sind daher nur bedingt mit eigenständigen Regionalligavereinen vergleichbar.

** Jeweils 2 Euro Aufpreis Tageskasse

*** Für Wattenscheid und Hilden sind bisher nur die Dauerkartenpreise bekannt (Stand: 26. Juni)

**** Die Dauerkartenpreise der Aufsteiger SV Bergisch Gladbach und Westfalia Rhynern sind noch nicht bekannt (Stand 26. Juni)