Bonner SC unterliegt dem VfB Hilden
Nach zehn ungeschlagenen Ligaspielen in Folge ist die Serie des Bonner SC gerissen. Die Rheinlöwen mussten sich dem Aufsteiger VfB Hilden im Sportpark Nord mit 0:1 geschlagen geben. Dabei hatte der BSC insbesondere in der ersten Halbzeit mehrere gute Möglichkeiten, die Partie früh in die eigene Richtung zu lenken. Am Ende reichte Hilden ein Distanzschuss zum Sieg.
Vor 1.104 Zuschauern startete der BSC engagiert und übernahm von Beginn an die Initiative. Die erste Möglichkeit gehörte Jonas Berg, der früh den ersten Abschluss der Partie abgab (6.). Auch Simon Breuer kam wenig später zu einer guten Gelegenheit, zielte jedoch zu hoch (15.).
Nach rund einer Viertelstunde erhöhte der BSC den Druck und kam zu immer besseren Möglichkeiten. Nach einer schönen Kombination über die rechte Seite mit Luca de Meester und Maximilian Pommer gelangte der Ball zurück zu Simon Breuer, der aus dem Rückraum zum Abschluss kam, den Ball aber über das Tor setzte. (18.)
Nur wenige Minuten später wurde es erstmals richtig gefährlich im Hildener Strafraum. Wieder war Breuer nach einer guten Kombination zur Stelle und setzte seinen Abschluss an den Pfosten. Der Abpraller landete erneut bei den Rheinlöwen, doch zwei Hildener Verteidiger konnten gemeinsam noch auf der Linie klären (23.).
Kurz darauf schien der BSC die Führung schließlich erzielt zu haben. Nach einer weiteren offensiven Aktion landete der Ball bei Luca de Meester, der zum vermeintlichen 1:0 traf. Der Treffer wurde jedoch wegen eines Foulspiels von Younes Derbali zurückgenommen. Die Entscheidung war zumindest diskussionswürdig und ließ sich nicht eindeutig bewerten (25.).
Der BSC hatte zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr Zug zum Tor und war dem Führungstreffer näher. Doch statt selbst in Führung zu gehen, schlug Hilden auf der anderen Seite zu. Tyler Nkamanyi fasste sich aus rund 30 Metern ein Herz und setzte den Ball mit einem sehenswerten Schuss unhaltbar in den Winkel. Elias Bördner streckte sich vergeblich (34.).
Der Gegentreffer stellte den bisherigen Spielverlauf ein Stück weit auf den Kopf. Der BSC versuchte noch vor der Pause zu antworten und hatte durch Jonas Berg erneut eine gute Möglichkeit. Seinen Abschluss konnte Hildens Kapitän Phil Zimmermann in höchster Not blocken. (45.) So ging es mit einem 0:1-Rückstand in die Kabinen.
Zur zweiten Halbzeit reagierte Björn Mehnert und brachte Çağatay Kader für Nick Zimmermann. Der BSC versuchte, wieder mehr Druck aufzubauen, fand allerdings nicht mehr so konsequent in die offensive Präsenz der ersten 45 Minuten zurück. Jonas Berg kam noch einmal zum Abschluss, blieb dabei aber ebenso erfolglos wie Marcel Damaschek wenig später (49./52.).
Hilden stand nun kompakter und machte es den Rheinlöwen zunehmend schwer, klare Möglichkeiten herauszuspielen. Gleichzeitig blieben die Gäste bei ihren eigenen Vorstößen gefährlich. Elias Bördner musste sich bei einem Schuss von Armin Deljkovic strecken und hielt seine Mannschaft im Spiel (61.).
Der BSC versuchte in der Schlussphase noch einmal alles und brachte mit Diamant Berisha und Eray Isik zwei weitere offensive Kräfte. Kurz darauf mussten die Rheinlöwen allerdings einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Massaman Keita sah innerhalb kurzer Zeit die Gelb-Rote Karte und musste den Platz verlassen. (79.)
Trotz Unterzahl gab der BSC nicht auf und suchte weiter den Weg nach vorne. Die letzte große Gelegenheit gehörte Çağatay Kader, dessen Abschluss Hildens Torhüter Yannic Lenze jedoch parieren konnte (90.+1).
So blieb es beim 0:1. Nach zehn Ligaspielen ohne Niederlage musste der Bonner SC erstmals wieder als Verlierer vom Platz. Besonders bitter: Gerade in der ersten Halbzeit hatte der BSC mehrere gute Möglichkeiten und war dem Führungstreffer mehrfach sehr nah. Am Ende entschied jedoch ein individueller Moment zugunsten des Aufsteigers aus Hilden.
